VCD KREISGRUPPE COBURG

VCD COBURG FRAGT NACH - WAHLPRÜFSTEIN DES ÖKOLOGISCHEN VERKEHRSCLUBS

THEMA BAHNVERKEHR

1. Sehen Sie es als „Chefaufgabe“ an, tatkräftig auf den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke im Gebiet der Stadt Coburg zwischen Creidlitz und Dörfles-Esbach bis 2026 hinzuarbeiten?

Antwort Thomas Apfel:

Ja.

2. Werden Sie offensiv den Bahnlückenschluss nach Südthüringen, zu dem es bereits aus dem Jahr 2018 einen einstimmigen Beschluss des Stadtrates der Stadt Coburg, unterstützen, so dass bis Ende 2026 ein Planfeststellungsbeschluss gegeben ist?

Antwort Thomas Apfel:

Ja.

3. Welche Projekte außer den genannten sind Ihnen in den nächsten Jahren wichtig, um den Bahnverkehr in der Stadt Coburg voranzubringen?

Antwort Thomas Apfel:

Eine sinnvoll getaktete Anbindung mit schnellen Zugverbindungen außerhalb der ICE-Halte an die nächstgelegenen ICE-Systemhalte. Hier muss unter anderem darauf gedrängt werden, dass das Beschaffungsprogramm der Deutschen Bahn für druckertüchtigte Züge, die die Tunnel auf der Strecke durch den Thüringer Wald mit höherem Tempo passieren können, beschleunigt wird.

Die Pläne der Hochschule für den Ausbau des Coburger Bahnhofs zum Zukunftsbahnhof müssen planmäßig und schnell erfolgen.

Der angedachte Haltepunkt im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes muss zeitnah, spätestens mit der Eröffnung des Globes realisiert werden.

THEMA FAHRRADVERKEHR

1. Werden Sie einen Radverkehrsplan, welcher die vorhandenen Mängel analysiert und Vorschläge zur Fortentwicklung des Radverkehrs in der Region, zusammen mit dem Landkreis Coburg vergeben

Antwort Thomas Apfel:

Ja.

2. Sehen Sie es als erforderlich an, zum Ausbau des Radverkehrs in der Stadt Coburg mehr Planstellen in der Verwaltung einzurichten?

Antwort Thomas Apfel:

Ja.

3. Sehen Sie es als erforderlich an, zum Ausbau des Radverkehrs in der Stadt Coburg ein Haushaltsbudget von ca. € 20 je Einwohner bereit zu stellen

Antwort Thomas Apfel:

Ja.

Ich würde hier bedarfsorientiert agieren. Eine Investition kann auch mal höher ausfallen.  

4. Wären Sie bereit, für den Ausbau der Fahrradwege bisher für den Pkw-Verkehr nutzbare Flächen zu Gunsten des Radverkehrs umzuwidmen?

Antwort Thomas Apfel:

Ja.

5. Welche sind die drei größten Prioritäten in Coburg um den Radverkehr attraktiver zu gestalten:

Antwort Thomas Apfel:

  • Die Sicherheit für Radfahrer steigern (beispielsweise durch bessere Beleuchtung der Radwege)
  • Dem Rad Vorteile gegenüber dem Auto im Stadtverkehr einräumen (Übergänge, Schutzstreifen, Radwegeausbau etc.) 
  • mehr Abstellmöglichkeiten (evtl. in den Parkhäusern auch Abstellflächen schaffen)

6. In Bamberg werden bereits 30 % der Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt? Ist dies auch für Coburg ein machbares Ziel? Was ist notwendig, um deutlich mehr Bürger zur Nutzung des Fahrrades zu gewinnen.

Antwort Thomas Apfel:

Wir müssen sofort anfangen, dass Radfahren in der Innenstadt sicherer und attraktiver zu machen. Dazu bedarf es in vielen Fällen keiner großen Anstrengungen. Aber wir müssen endlich aufhören nur zu reden – unsere Bürgerinnen und Bürger wollen endlich Taten sehen. Unser Ziel sollte es sein die jetzige Quote von 7 % deutlich zu steigern – das Potenzial dazu ist in Coburg zweifellos vorhanden.  

THEMA FUßVERKEHR

1. Stimmen Sie dem Vorschlag zu, die Lichtsignalanlagen an der Kreuzung Ketschendorfer Str. / Schützenstr. / Berliner Platz (d.h. zwischen Kongreßhaus Rosengarten und ehemaliger Angerturnhalle) aufzulassen und darüber hinaus die Ketschendorfer Straße bis zur Kreuzung Max-Brose-Straße / Karchestraße als „Shared Space“, d.h. gleichberechtigter Nutzung von Radfahrern, Fußgängern und motorisierten Verkehrsteilnehmern, umzuorganisieren?

Antwort Thomas Apfel:

Ja.

Das ist heute zu den Stosszeiten schon eine der meistbefahrenen Kreuzungen in der Innenstadt. Worüber wir auf jeden Fall nachdenken sollten ist, die Ketschendorfer Str. im Zuge des Hotelneubaus evtl. sogar ab dem Berliner Platz ganz zu Schließen und den Rosengarten zu öffnen. Das wäre eine alternative, über die man im Rahmen des Bebauungsplanes nachdenken sollte.

2. Werden Sie als Oberbürgermeister bzw. Oberbürgermeisterin Schließfächer an den wichtigsten Umsteigepunkten zum ÖPNV (= Theaterplatz + ZOB) aufstellen?

Antwort Thomas Apfel:

Eine sehr gute Idee – müssen wir mit der Verwaltung prüfen. Evtl. in Kooperation mit den ÖPNV-Anbietern (Bahn, Süc, Ovf).

3. Würden Sie eine Patenaktion „Bürger spenden Bänke für Fußgänger“ ins Leben rufen?

Antwort Thomas Apfel:

Ja. (gibt es ja z.B. schon am Goldbergsee)

4. Würden Sie eine fußgängerfreundlichen Umgestaltung der Kreuzung Bahnhofstraße / Heiligkreuzstraße / Hindenburgstraße, bei der aktuell kaum Querungsmöglichkeiten für Fußgänger gegeben sind, initiieren?

Antwort Thomas Apfel:

Ja.

Wenn man da die Ampelschaltung so hinkriegen könnte, das bspw. alle Fußgängerampeln „Grün“ zeigen und eine diagonale Querung möglich ist, wäre aus meiner Sicht mehr erreicht, als für eine Unmenge Geld, den ganzen Bereich umzugraben.

5. Die Steinwegsvorstadt wird das nächste große Stadtsanierungsprojekt in Coburg? Welche Ideen für die Verbesserung der Situation für Fußgänger und Radfahrer haben Sie?

Antwort Thomas Apfel:

Für Radfahrer entsteht ja hier ab dem Frühjahr die Fahrradscheune (Abstellmöglichkeit). Hier könnten auch Räume entstehen, die sich Fußgänger und Radfahrer teilen. Ich denke, dass der untere Teil des Steinweges durchaus auch für Radfahrer freigegeben werden könnte. Allerdings sollte der Steinweg autofrei bleiben.

6. Der Gemüsemarkt ist das flächengrößte Areal in Coburg, welches vollständig zur Abstellung von Pkw zur Verfügung steht. Sehen Sie die Notwendigkeit einer Umgestaltung? Wenn ja, dann bitten wir Nennung von Gestaltungsideen.

Antwort Thomas Apfel:

Um der Innenstadt auch wieder mehr Grünflächen zurückzugeben, sollten wir darüber nachdenken die Autos vom Gemüsemarkt zu verbannen. Dafür könnte dort eine neue attraktive Grünfläche entstehen. Den Wegfall von Anwohnerparken könnte mit Stellplätzen in den Parkhäusern kompensiert werden.

Im Zuge des Sanierungsgebiets Steinwegvorstadt wird einesr sinnvolle Gesamtlösung gesucht.

THEMA ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR

1. Wären Sie bereit, ein Pilotprojekt „Gebührenfinanzierter ÖPNV“ zu initiieren. Dies bedeutet, dass die Stadt Coburg von jedem Bürger einen Beitrag für den ÖPNV einfordert und die Mittel zum Angebotsausbau und zur Schaffung günstiger Tarife verwendet?

Antwort Thomas Apfel:

Unser oberstes Ziel ist ein kostenloser ÖPNV für alle Schüler und Senioren der Stadt.

2. Die Regionalbuslinien verkehren teilweise auf gleichen Routen wie die Stadtbuslinien, aber nicht über den zentralen Busumsteigeplatz „Theaterplatz“. Daher werden diese von den Coburger Bürgern nicht als Alternative zum Stadtbusverkehr wahrgenommen. Würden Sie einer Führung aller Buslinien über den zentralen Korridor ZOB-Mohrenstraße-Theaterplatz zustimmen?

Antwort Thomas Apfel:

Grundsätzlich ist das ein guter Ansatz. Ob er realisierbar ist, muss geprüft werden.

3. Würden Sie die Betriebszeiten des ÖPNV-Angebotes in Coburg an Sonntagen bis Donnerstag bis 24 Uhr und an Freitagen sowie Samstagen bis 2 Uhr bei Reduzierung des Taktangebotes im Vergleich zum Tagesverkehr auf einen Stundentakt erweitern?

Antwort Thomas Apfel:

Das Angebot des Anrufsammeltaxis (AST) gilt zu folgenden Zeiten:

Zu den Zeiten, in denen keine Stadtbusse fahren, können Sie stündlich mit unserem Anruf-Sammel-Taxi* stadtein- und auswärts fahren. Nach Ihrer Voranmeldung per Telefon unter 0 95 61  7 49-14 44, kommen Sie kostengünstig schnell und sicher an Ihr Ziel.

Montag bis Donnerstag: 21:00 – 23:45 Uhr

Freitag, Samstag (und auch vor Feiertagen): 21:00 – 03:45 Uhr

Sonn- und Feiertag: 08:00 – 10:45 Uhr, 21:00 – 23:45 Uhr

Das Angebot ist sicher „spannender“ als ein fester Stundentakt, zumal das AST auch die weiter draußen gelegenen Stadtteile mitbedient.

4. Würden Sie eine Ringverbindung der Stadtteile von Schorkendorf über Scheuerfeld, Neuses und HUK nach Cortendorf einführen?

Antwort Thomas Apfel:

Ja.

Unsere bereits vorgestellte Ringlösung (Cityring für CO) würde ich weiter vorantreiben. Damit würden wir ein tolles Angebot schaffen, dass sich an viele Coburger aber vor allem auch an die Pendler und die Besucher von außerhalb richtet.

5. Der Stadtbusverkehr in Coburg hat seit Anfang der 2000-er-Jahre ca. 20 % an Fahrgästen eingebüßt. Dies steht dem Ziel der Verlagerung von Verkehren auf Busse und Bahnen sowie den nicht motorisierten Verkehr entgegen. Wie würden Sie dieser unbefriedigenden Entwicklung entgegen wirken.

Antwort Thomas Apfel:

Das wird nur funktionieren, wenn wir das Angebot deutlich attraktiver gestalten. Unsere Ringlösung ist hoffentlich ein Schlüssel dazu. Außerdem würde unser kostenloser ÖPNV für Senioren auch für mehr Frequenz sorgen.

THEMA MOTORISIERTER INDIVIDUALVERKEHR

1. Würden Sie gleich zu Beginn Ihrer Amtszeit einen Arbeitskreis „Konversion des Individualverkehrs und Anpassung der regionalen Wirtschaft an die Mobilitätswende“ einrichten? In diesem Arbeitskreis sollten breite Schichten von den betroffenen Unternehmen über die IHK zu Coburg, die politisch Verantwortlichen, aber auch die Vertreter der Umwelt- und Fahrgastverbände beteiligt werden.

Antwort Thomas Apfel:

Ja.

Das Ganze ist ein hochsensibles Thema. Ich als Oberbürgermeister würde schnell und unkompliziert mit der Wirtschaft Kontakt aufnehmen.

2. Damit geteilte Mobilität an Bedeutung gewinnt, benötigt man ein Grundangebot verfügbarer Verkehrsmittel. Wären Sie bereit, aus städtischen Mitteln eine Anschubfinanzierung zur flächendeckenden Verfügbarkeit von teilbaren Verkehrsmitteln (= Pkw, Fahrrad, E-Scooter) zu leisten, so dass es ein Angebot (quantitativ natürlich unterschiedlich nach Ortsgröße) für die Innenstadt, aber auch die Stadtteile gibt?

Antwort Thomas Apfel:

Es gibt in Coburg schon erste Angebote für Car-Sharing. Auch die SÜC denkt in den Coburger Ortsteilen darüber nach. Diese Projekte sollten wir seitens der Stadt auch unterstützen, da sie zukunftsorientiert sind. Was Anbieter von Leihrädern oder E-Scootern betrifft, sollten wir uns aktiv um geeignete Dienstleister bemühen.

3. Sehen Sie es als erforderlich an, weitere Parkmöglichkeiten in der Innenstadt zu schaffen? Wenn ja, dann bitten wir um Nennung angedachter Standorte.

Antwort Thomas Apfel:

Ja.

Wir brauchen eine Quartiersgarage in der Nähe des Landestheaters (Planungen laufen). Eine weitere Ausweisung von Parkplätzen sehe ich nicht.

4. Wo sehen Sie die größten Gefahren für Verkehrsteilnehmer in der Stadt Coburg? Welche Vorschläge haben Sie, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen?

Antwort Thomas Apfel:

Grundsätzlich werden wir die Verkehrsräume in der Innenstadt neu aufteilen müssen. Da müssen Experten und Verkehrsplaner mit einem Gesamtkonzept beauftragt werden.

5. Wie gestaltet sich die Situation individueller Mobilität in der Stadt Coburg am Ende Ihrer ersten Amtszeit. Hier ist Raum für Visionen:

Antwort Thomas Apfel:

Wir haben eine Stadt in der sich alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt auf den Straßen in der Stadt bewegen. Im Stadtbusverkehr sind vermehrt Elektrobusse unterwegs. Das Car-Sharing der SÜC wird in den Ortsteilen hervorragend angenommen. Immer mehr Coburger sind auf ihren Rädern unterwegs und genießen die neu geschaffene Sicherheit für Radfahrer. Wir leben im Jahr 2026 in einem Coburg, in dem es gelungen ist, die innerstädtische Verkehrswende anzustoßen. Getreu dem Motto: Mehr Mobilität und weniger Verkehr. Als großer  Nebeneffekt, blüht die Innenstadt auf und dank deutlich mehr Aufenthaltsqualität, besuchen uns so viele Menschen wie schon lange nicht mehr. Coburg ist eine Stadt zum Wohlfühlen, von der andere nur schwärmen.

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